Was ist Psychotherapie, was kann sie und für wen ist sie geeignet?
Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlungsmethode um seelische Leidenszustände zu mildern oder zu beseitigen. Sie kann Verhaltensweisen und Einstellungen ändern und in Lebenskrisen unterstützen. Psychotherapie ist auch geeignet für Menschen, die ihr inneres Erleben und ihre Gefühle erforschen, sich besser verstehen und zu mehr Selbstbestimmtheit und Autonomie finden möchten.
Psychotherapie ist ein Prozess der Veränderung. Meine Aufgabe als Therapeutin ist es, Sie in und durch diesen Prozess gut zu begleiten und zu leiten. Es geht darum, gemeinsam den für Sie richtigen Weg zu finden. Das bedeutet, dass Psychotherapie Zeit braucht und oft keine schnelle Lösung für ein Problem bietet. Das kann frustrierend sein und auch etwas befremdlich wirken. Und manchmal ist es auch schmerzhaft, kritisch auf sich selbst zu blicken und alte Gewohnheiten loszulassen. In der Psychotherapie biete ich Ihnen für diesen "Wachstumsschmerz" einen sicheren Rahmen, der Sie mit Ihren Gefühlen und Ihrem Erleben hält und trägt.
Voraussetzungen für eine Psychotherapie sind der Wunsch nach Veränderung, die grundsätzliche Bereitschaft, sich mit den eigenen Gefühlen und eigenem Erleben zu beschäftigen und sich dabei unterstützen und leiten zu lassen.
Mit folgende Beispiel-Sätzen können Sie überprüfen, ob Psychotherapie für Ihre Situation einen möglichen Weg darstellt (eine oder mehrere Aussagen treffen zu, Quelle: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie):
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Ich bekomme ohne ersichtlichen rasendes Herzklopfen und Angst, zB, dass ich sterben muss.
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Ich habe Ängste, die mich belasten oder einschränken: z. B. vor dem Kontakt mit meinen Mitmenschen, vor Autoritäten, vor großen Plätzen, engen Räumen, im Arbeitskontext oder vor Prüfungen.
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Es plagen mich oft Gedanken, über die ich mit niemandem zu sprechen trau, weil ich mich zB schäme oder schuldig fühle (Hassgefühle, das Gefühl, ich bin nicht genug, das Gefühl, verfolgt oder fremdbestimmt zu werden, …).
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Ich fühle mich antriebs- und lustlos, erschöpft oder ständig überfordert.
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Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.
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Ich bin traurig oder fühle mich einsam.
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Ich denke manchmal daran, mir das Leben zu nehmen.
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Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation, die schwer zu bewältigen ist (z. B. Krankheit, Tod, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfall, …).
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Ich lebe in einer Beziehung, die mich sehr belastet.
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Ich habe immer wieder Probleme im Kontakt mit anderen Menschen (z. B. im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Familie).
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Seit längerer Zeit halte ich mich nur noch mit Aufputsch-, Beruhigungs- oder Schlafmitteln (Psychopharmaka) aufrecht.
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Ich bin süchtig – nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spielen, Einkaufen.
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Ich fühle mich innerlich gezwungen, ständig dasselbe zu denken oder zu tun (z. B. zwanghaftes Waschen, Zusperren, Grübeln, ...), obwohl ich das nicht möchte. Diese Gedanken verkomplizieren mein Leben.
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Ich komme mit meiner Sexualität, meiner sexuellen Identität oder sexuellen Orientierung oder Vorlieben nicht zurecht.
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Ich habe Angst vor Entscheidungen, und das quält mich.
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Ich sollte meine Fähigkeiten besser ausschöpfen und weiß nicht wie.